Dirndl sind so begehrt wie noch nie – das lässt sich auch im Handel oder im Internet erkennen, werden hier nicht nur ein oder zwei Modelle der Trachtenmode präsentiert, sondern in einer großen Vielzahl angeboten. Auch außerhalb der typischen Trageregionen wie Österreich, der Schweiz oder in den Bergbezirken Deutschlands werden die Kleider liebend gern getragen. Doch welche Anlässe laden zum Tragen eines Dirndls ein und worauf sollten die Damen unbedingt achten?

Das Dirndl im Shop – ein Kleid mit langer Tradition

Ganz gleich, ob sich das Dirndl im Kaufhaus oder im Shop im Internet besorgt wird – das eigentliche Dirndlgewand besteht in der Regel aus einem Kleid, der Dirndlbluse sowie einer passenden Schürze. Was früher nur als Dienstkleidung von Mägden getragen wurde, ist heute zu einem modischen It-Piece avanciert, welches sich in vielen Damenkleiderschränken wiederfindet. Das Wort Dirndl stammt vom Wort „Dirn“, welches zu früheren Zeiten ein „leichtes Mädel“ bezeichnete und vorrangig für unverheiratete Frauen angewandt wurde.

Die Farbauswahl lässt mittlerweile keine Wünsche mehr offen, sogar maßgeschneiderte Versionen sind erhältlich, sodass das Kleid den Rundungen der Frau perfekt angepasst werden kann. Das Trachtendirndl ist jedoch nicht nur für das allseits beliebte Oktoberfest interessant, sondern wird vorrangig gern auch

  • zur Kirchweihe
  • zum Jägerball
  • zu Volksfesten
  • zur weihnachtlichen Mitternachtsmesse

und viele weiteren Feierlichkeiten, die landestypisch oder regionenabhängig sind, getragen. Früher war es Gang und Gäbe, dass das Kleid von der Mutter an die Tochter weitervererbt wurde. Heutzutage besitzen Dirndl-Liebhaberin oftmals eigene und vor allem auch mehrere Modelle, die je nach Lust und Laune getragen werden.

Hier ist ein Dirndl ein absolutes No-Go

Tatsächlich gibt es auch Anlässe, zu denen das Dirndl besser nicht getragen wird. Zwar ist es jedes Mal schade drum, dennoch gibt es einige Regionen oder bestimmte Feste, für die es eine gewisse Etikette einzuhalten gilt. So sollten zu diesen oder jenen Feierlichkeiten am besten kein Dirndlkleid getragen werden. Zu diesen Festlichkeiten zählt beispielsweise der Wiener Opernball oder eine andere Ballveranstaltung in dieser Größenordnung. Ansonsten ist es einerlei, ob sich die Besitzerin sich in Dirndl-Stimmung fühlt.

Wie erkennbar ist, lässt sich die Zahl der Anlässe, bei denen ein Dirndl eher weniger sinnreich zu tragen ist, an einer Hand abzählen. Fernerhin gibt es keine Vorschriften. Ob im Biergarten mit Freunden oder im Restaurant mit der Familie: Das Trachtenkleid macht sich in jeder Situation gut. Je gehobener der Anlass, desto aufwendiger darf auch das Kleid ausfallen. Mit kunstvollen Drucken, Stickereien oder dergleichen wird das Dirndl geschickt in Szene gesetzt und wirkt wie ein gelungener Eyecatcher.

So wird die Schleife getragen

Ist die Trägerin ein Single, vergeben oder gar verheiratet? Noch immer scheint sich ein kleines Mysterium um die Schleifenbindung des Dirndls zu ranken. Damit bei der nächsten Festlichkeit kein Missverständnis aufkeimen muss, klären wir hier nochmals auf, was bei der Schleife zu beachten ist.

Die Stelle, an der die Schleife an der Schürze gebunden ist, hat seit jeher eine klare Aussage zu vermitteln:

  • Schleife vorne rechts: Trägerin ist vergeben oder verheiratet
  • Schleife vorne links: Trägerin ist Single
  • Schleife vorne in der Mitte: Trägerin ist noch Jungfrau

Bedienungen auf Festlichkeiten tragen die Schleife oftmals hinten und in der Mitte – wie hier der Fall des Beziehungsstatus aussieht, sollten die Herren der Schöpfung am besten selbst erfragen.